Das letzte Teilstück mit Erdgasexportstation

Auf dem letzten Teilstück der EUGAL geht es weiter Richtung Süden. Die Leitung verläuft von Lampertswalde bis zur deutsch-tschechischen Grenze bei Deutschneudorf. Auch auf diesem rund 106 Kilometer langen Abschnitt soll die Leitung möglichst dicht zur 2011 in Betrieb genommenen Erdgasfernleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) verlegt werden. Zudem ist in Deutschneudorf eine Erdgasexportstation (GDRM-Anlage) geplant. Die Anlage ist Bestandteil des Genehmigungsverfahrens für den sächsischen Trassenabschnitt.

Der Genehmigungsprozess in Sachsen gliedert sich in zwei Phasen: Raumordnungsverfahren mit Antragskonferenz und Planfeststellungsverfahren. Lesen Sie hier mehr über Genehmigungsverfahren.

PROJEKTSTAND SACHSEN

DAS WAR:

Die Antragskonferenzen für das Raumordnungsverfahren sowie der Scoping-Termin für das nachgelagerte Planfeststellungsverfahren fanden im Mai 2016 statt. Außerdem wurde die EUGAL im November 2016 in zwei Informationsveranstaltungen in Coswig und in Deutschneudorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Zuge der Standortfindung für die GDRM-Anlage in Deutschneudorf fand eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung im Januar 2017 in Deutschneudorf statt. Einen Kurzfilm zum Bürgerdialog in Deutschneudorf können Sie sich weiter unten ansehen.

Das Raumordnungsverfahren wurde unter Federführung der Landesdirektion Sachsen im November 2016 eröffnet. In dem Verfahren prüfte die Behörde den Vorzugskorridor und mögliche Alternativen. Darüber hinaus hatten neben den Trägern öffentlicher Belange auch die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Unterlagen einzusehen und Anregungen und Bedenken zu äußern.

Im Mai 2017 einigten sich der sächsische Landesbauernverband und GASCADE auf die vertraglichen Regeln für den Bau und den Betrieb der EUGAL. Die Rahmenvereinbarungen dienen als Vorlage für die individuellen Verträge, die mit Eigentümern und Bewirtschaftern der in Anspruch genommenen Flächen geschlossen werden.

Ende Mai 2017 schloss die Landesdirektion Sachsen das Raumordnungsverfahren ab. Dabei wurde die vorgeschlagene Vorzugstrasse unter Beachtung von Maßgaben als mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar erklärt. Ausschlaggebend war, dass diese Variante eng an der Trasse der OPAL verläuft und sich mit anderen bestehenden Leitungen bündeln lässt. Als Standort für die Gasdruckregel- und Gasmessanlage (GDRM-Anlage) wurde der in das Raumordnungsverfahren eingebrachte Vorschlag der Bürgerinnen und Bürger von Deutschneudorf „Standort Wiese“ an der Bergstraße in Deutschneudorf zur weiteren Planung empfohlen.

Im Oktober 2017 eröffnete die Landesdirektion Sachsen als zuständige Behörde das Planfeststellungsverfahren für den sächsischen EUGAL-Abschnitt. Aufgrund der Zuständigkeit von zwei unterschiedlichen Dienststellen der Landesdirektion Sachsen wird das Leitungsprojekt EUGAL im Freistaat Sachsen in zwei Planfeststellungsabschnitte unterteilt. Die Landesdirektion Sachsen in Dresden ist für den Abschnitt von Lampertswalde bis Wilsdruff verantwortlich und die Landesdirektion Sachsen in Chemnitz ist für den Abschnitt von Reinsberg bis zur deutsch-tschechischen Grenze zuständig.

Die Planfeststellungsunterlagen zum EUGAL-Leitungsabschnitt in Sachsen lagen im jeweiligen Rathaus oder Amt der berührten Städte und Gemeinden wie folgt aus: Im Planfeststellungsabschnitt Chemnitz vom 11. Dezember 2017 bis zum 10. Januar 2018, im Abschnitt Dresden vom 13. Dezember 2017 bis 15. Januar 2018.

Neben den Trägern öffentlicher Belange hatten so auch die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken zum Vorhaben zu äußern. Die Frist zur Abgabe von Einwendungen und Stellungnahmen endete für die Bürger am 10. Februar 2018 (Abschnitt Chemnitz) bzw. am 15. Februar 2018 (Abschnitt Dresden).

Im Anschluss an die öffentliche Auslegung der Planunterlagen lud die Landesdirektion Sachsen die Träger öffentlicher Belange und die Bürger zu Erörterungsterminen ein, um ihre eingereichten Einwendungen und Stellungnahmen zusammen mit dem Projektträger GASCADE zu diskutieren. Der Erörterungstermin für den Leitungsabschnitt der EUGAL unter der Federführung der Landesdirektion Sachsen in Chemnitz fand vom 23. bis 25. Mai 2018 statt – der Abschnitt, der in der Verantwortlichkeit der Landesdirektion Sachsen in Dresden liegt, wurde vom 4. bis 6. Juni 2018 erörtert. 

NÄCHSTE SCHRITTE:

Die Genehmigungsverfahren im Freistaat werden voraussichtlich Mitte 2018 abgeschlossen sein. Sie enden jeweils mit dem Planfeststellungsbeschluss der Behörde, der den endgültigen Trassenverlauf parzellenscharf in Sachsen festlegt und für GASCADE als Baugenehmigung gilt. Die Arbeiten sollen im Anschluss starten. 

ZEITPLAN: PROJEKTABLAUF IN SACHSEN

Projektphase

Datum

Raumordnungsverfahren

November 2016 bis Mai 2017

Planfeststellungsverfahren

Oktober 2017 bis Mitte 2018

Bau des Einzelstrangs

Mitte 2018 bis Ende 2019

Bau der Erdgasexportstation

3. Quartal 2018 bis Ende 2019


ARCHIV – RÜCKBLICK INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN 2016:

Bei zwei Informationsveranstaltungen in Coswig und Deutschneudorf stellte sich GASCADE im November 2016 als möglicher Nachbar vor. Dabei hatten interessierte Bürger die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Vorhaben EUGAL zu verschaffen und dies im persönlichen Gespräch mit dem Projektteam zu erörtern. Zur Standortfindung für die GDRM-Anlage in Deutschneudorf fand eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung im Januar 2017 statt.

Einen Kurzfilm zum Bürgerdialog in Deutschneudorf sowie die Infotafeln von allen Veranstaltungen in Sachsen stellen wir nachfolgend für Sie bereit. 


Die Infotafeln zum Download

(Projektvorstellung bei Informationsveranstaltungen – Projektstand Mitte 2018)

allgemeine EUGAL-Infotafeln

PDF (11,5 MB) mit den Infotafeln

Infotafeln zur Erdgasexportstation Deutschneudorf

PDF (3,4 MB) mit den Infotafeln