Planfeststellungsverfahren in Mecklenburg-Vorpommern startet

Leitungsprojekt voll im Zeitplan / Auslegung der Antragsunterlagen ab Ende Oktober

Stralsund / Kassel. Die Europäische Gas-Anbindungsleitung (EUGAL) startet in Mecklenburg-Vorpommern in eine neue Projektphase: Mit der Eröffnung des Planfeststellungverfahrens durch das Bergamt Stralsund findet die abschließende behördliche Prüfung der Vorzugstrasse für den Teilabschnitt der EUGAL in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Neben den Trägern öffentlicher Belange, wie beispielsweise Städte und Gemeinden, sind auch die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die Antragsunterlagen vom 24. Oktober bis 23. November 2017 in den berührten Städten und Gemeinden einzusehen und dazu bis zum 27. Dezember 2017 Stellung zu nehmen. Das Verfahren endet mit einem Planfeststellungsbeschluss des Bergamtes, der den endgültigen Verlauf der gut 100 Kilometer Trasse in Mecklenburg-Vorpommern festlegt und alle relevanten Auflagen und Vorgaben enthält.

„Uns ist klar, dass die Umsetzung eines großen Infrastrukturprojekts wie EUGAL nur gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgreich sein kann. Die Beteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahren gibt uns die Möglichkeit weitere wichtige Hinweise und Anregungen aus der Gesellschaft zu erhalten“, so Ludger Hümbs, Gesamtprojektleiter EUGAL. Die EUGAL wurde der Öffentlichkeit entlang des geplanten Leitungsverlaufs bereits im Herbst 2016 vorgestellt.

Von ihrem Startpunkt bei Lubmin am Greifswalder Bodden bis zur tschechischen Grenze, verfügt die EUGAL über eine Gesamtlänge von etwa 485 km. Im Genehmigungsabschnitt Mecklenburg-Vorpommern verläuft die Leitung ausschließlich durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Um den Flächenverbrauch zu minimieren, soll die Leitung möglichst dicht zur bestehenden Erdgasfernleitung OPAL verlegt werden. Die Leitung wird jährlich bis zu 51 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren können - mit dem Leitungsneubau reagiert GASCADE auf den steigenden europäischen Erdgas- und Transportbedarf.