Statement zur Wasserqualität in der Schwarzen Elster

Planfeststellung umfasst alle Wassereinleitungen – GASCADE begrüßt Kontrollen

Kassel. GASCADE bedauert die aktuelle Wasserqualität der Schwarzen Elster. Wir sehen aber keinen Zusammenhang zwischen dem Bau der EUGAL und der aktuell vorherrschenden schlechten Wasserqualität in der Schwarzen Elster. Alle genehmigten Einleitstellen sind rund 20 Kilometer von den untersuchten Bereichen der Schwarzen Elster bei Bad Liebenwerda entfernt.

Die Ursache für die aktuelle Wasserqualität der Schwarzen Elster sieht GASCADE in der Vorbelastung durch den Alt-Tagebau in der Region und die aktuelle Trockenheit. Die pH-Werte des Wassers im Boden, in den Seen und Tagebaurestlöchern und auch in den Vorflutern sind in der Bergbau-Region bereits historisch stark belastet. Schon 2017 wurden dort sehr niedrige pH-Werte gemessen – weit vor dem Bau der EUGAL.*

In der Region Schwarze Elster wurden GASCADE 27 Einleitstellen genehmigt. Aktuell leiten wir aufgrund von Bautätigkeiten noch an drei Stellen Grundwasser in die bestehenden Grabensysteme ein. Der pH-Wert des dort von uns eingeleiteten Wassers liegt zwischen 6 und 6,9 – und liegt damit deutlich über den Werten des Wassers im bestehenden Grabensystem. Zusätzliches Wasser wird mit Zustimmung der Eigentümer auf Feldern versickert und gelangt somit wieder in das Grundwasser.

Zum Hintergrund

Unsere Wassereinleitungen sind alle über das abgeschlossene Planfeststellungsverfahren genehmigt. Jede Einleitung wird zusätzlich in einer Ausführungsplanung der Oberen Wasserbehörde vorgelegt; die Obere Wasserbehörde kann bei jeder Einleitung bei Bedarf weitere Nebenbestimmungen erlassen.

Beim Leitungsbau wird Grundwasser gefördert, um den Rohrgraben während des Baus trocken zu halten. Zu diesem Zweck werden neben dem Rohrgraben Brunnen gebohrt. Nach dem Verfüllen des Rohrgrabens wird diese Wasserhaltung wieder eingestellt. Dem auf diese Weise geförderten Grundwasser wird nichts zugesetzt. Das Wasser wird über Absetzbecken, welche Sand und Ton ausfiltern entweder in Gräben eingeleitet, oder großflächig auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht, wo es wieder versickert.

* Quelle: https://mlul.brandenburg.de/media_fast/4055/SE-pH-Wert-2017.pdf