Bauplanung

Nutzungsfläche während der Bauzeit

Bau von zwei Strängen: Die beiden Stränge der EUGAL werden in einem Achsabstand von zehn Metern unterirdisch verlegt. Während der gesamten Bauphase wird ein Arbeitsstreifen von 52 Metern (in Waldgebieten 42 Meter) beansprucht. Der Arbeitsstreifen setzt sich aus mehreren Teilbereichen zusammen: Humusdeponie, Fahrbahn, Vorstrecken, Rohrgraben, Aushubdeponie. 


Bau von einem Strang: Bei einem Leitungsstrang hat der Arbeitsstreifen eine Breite von 40 Metern – in Waldgebieten sind es 32 Meter.


Schutz des Bodens

Der eigene Grund und Boden ist wertvoll. Wir sind uns unserer großen Verantwortung bewusst und gehen deshalb während Planung, Bau und Betrieb der EUGAL so umwelt- und bodenschonend wie möglich vor. Eigentümer und Bewirtschafter werden sehr früh in die Planungen einbezogen. Der fruchtbare Boden wird vor Baubeginn sorgfältig abgetragen und gelagert. Am Ende der Bauarbeiten wird er wieder aufgebracht. Wenn die Baufläche wieder hergestellt ist, findet eine gemeinsame Abnahme statt und die Rekultivierung ist abgeschlossen.

Bauablauf

Der Bau der EUGAL ist ein komplexes Infrastrukturprojekt, für das GASCADE über die notwendige hohe fachliche Kompetenz verfügt: Wir haben den Bau der Ostsee-Pipeline Anbindungsleitung OPAL – 2011 das größte Projekt seiner Art in Europa – erfolgreich abgeschlossen. Erfahren Sie am Beispiel der OPAL, wie ein Pipeline-Bau abläuft. 

Vermessung der Leitungstrasse
Absuchen der Trasse nach Kampfmitteln
Archäologische Untersuchungen und Grabungen vor Baubeginn
Rohrausfuhr auf die Rohrlagerplätze
Rohrlagerplatz in der Nähe der Leitungstrasse
Mutterbodenabtrag
Biegen der Rohre auf den Rohrlagerplätzen
Rohrausfuhr auf die Trasse
Vorbau: Verschweißen der Rohre zu einem Leitungsstrang
Archäologische Untersuchungen während der Bauphase
Aushub des Rohrgrabens
Absenken der Rohrstränge
Zusammenführen der Rohrstränge
Verbindungsschweißen im Rohrgraben
Verfüllen des Rohrgrabens
Verlegung des Kabelschutzrohres
Wasserdruckprüfung
Mutterbodenauftrag
Renaturierung
 

Temporäre Baunebenflächen

Entlang der Trasse entstehen temporäre Baunebenflächen.
Diese beinhalten unter anderem Lagerplätze für Rohre. Sie benötigen pro Platz ungefähr 10.000 m² Fläche.

Absperrstationen

Alle 15 bis 18 km errichten wir Absperrstationen, die einen sicheren Betrieb der Leitung gewährleisten. Ein Stationsgelände umfasst etwa 1.000 bis 2.000 m², einschließlich Eingrünung.

Schutzstreifen im Leitungsbetrieb

Wenn die Leitung fertig verlegt und die Trasse rekultiviert ist, gelten besondere Vorschriften für einen Schutzstreifen entlang der Leitungstrasse. Der Schutzstreifen für beide EUGAL-Stränge beträgt insgesamt 22 Meter, dort wo nur ein Strang verlegt sein wird, ist der Schutzstreifen 12 Meter breit. Die landwirtschaftliche Nutzung ist in diesem Bereich mit nur sehr geringer Einschränkung möglich und ein bestimmter Streifen ist dauerhaft gehölzfrei zu halten. Der Bau von Gebäuden im Schutzstreifen ist nicht zulässig, ebenso sonstige Maßnahmen, die den Betrieb oder Bestand der Leitungen beeinträchtigen oder gefährden. Schilderpfähle kennzeichnen den Leitungsverlauf nach Abschluss der Rekultivierung. In der Landschaft sind diese Schilderpfähle häufig die einzigen verbleibenden, sichtbaren Zeichen entlang der Pipeline.