forsa-Umfrage

Vor Ort nachgefragt

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat im Auftrag von GASCADE die Menschen in den Bundesländern entlang der geplanten EUGAL-Route nach ihrer Meinung zu den Herausforderungen der Energieversorgung und ihrer Sicht auf den Leitungsbau gefragt. Das Ergebnis: Die meisten Menschen wünschen sich eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung. Sie unterstützen den Ausbau des europäischen Leitungsnetzes, legen dabei jedoch großen Wert auf Sicherheit und Umweltschutz.

Breite Mehrheit für den Ausbau der Erdgasversorgung

Die Kosten im Blick haben 70 Prozent aller Befragten. 62 Prozent wünschen sich eine sichere und zuverlässige Energieversorgung. Und 41 Prozent der Umfrageteilnehmer legen Wert darauf, dass Energie „sauber“ ist und umweltschonend erzeugt wird. Die Energiewende und der Atomausstieg machen Erdgas für die meisten zu einem zentralen Baustein im Energiesystem: Mehr als ein Drittel aller Befragten stufen die Gasversorgung als wichtig und sehr wichtig ein.

„Die Kosten für die Energieversorgung sind in allen Haushalten ein Thema und das spiegelt sich auch in der Umfrage wider: Energie muss bezahlbar und zuverlässig sein. Darauf kommt es den Befragten an“.

Prof. Manfred Güllner, forsa.

Europa braucht mehr Energie

Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten begrüßen den Ausbau der europäischen Netze, der die Netzverbindungen in der EU stärkt. Angesichts der sinkenden Fördermenge in Deutschland und anderen EU-Staaten sind 68 Prozent für zusätzliche Transportkapazitäten, die eine Lieferung direkt aus den Herkunftsländern ermöglichen.

EUGAL ja – aber „grün“ und sicher

57 Prozent aller Befragten sprechen sich für den Bau einer neuen Erdgasleitung in ihrem Bundesland aus. Wichtige Bedingungen: Die Leitung muss sicher sein. Das betonen zwei Drittel der Befragten. Für etwa 60 Prozent sollen dabei die Eingriffe in die Natur auf ein Minimum reduziert sein. Außerdem wünscht sich mehr als die Hälfte, dass die Baupläne mit den Anwohnern abgestimmt werden.

Votum für starken europäischen Binnenmarkt

Durch den Bau der neuen Pipeline erlangt jedes der drei Bundesländer mehr Bedeutung für den europäischen Binnenmarkt. Das finden 60 Prozent der befragten Bürger gut. Grundsätzlich ist sich die Allgemeinheit darin einig, dass jede beteiligte Region vom Ausbau des Leitungsnetzes profitiert.

Basisdaten der Studie

  • Stichprobe: 1.500 Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen
  • Erhebungszeitraum: 26. Mai bis 17. Juni 2016
  • Ausführendes Institut: forsa GmbH, Prof. Manfred Güllner