Verdichter machen dem Gas
wieder Druck

Von der Quelle bis zum Verbraucher legt Erdgas in großen Fernleitungen viele tausend Kilometer zurück. Durch die Reibung der Moleküle im Gasstrom sowie an den Leitungswänden verliert das Gas auf diesem Weg an Druck. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden. Dafür sorgen Verdichterstationen, die im Abstand von rund 250 bis 300 Kilometern in das Pipeline-System eingebunden sein müssen.

Im EUGAL-Projekt ist eine neue Verdichterstation in Brandenburg geplant.

Verdichterstation Radeland 2bis zu 100 MW
Exit Kapazitäten bei GDRM-Anlage Radeland9,7 Mrd. m³/Jahr

 

Bis zu 5.700 Umdrehungen pro Minute

Erdgasverdichter sind das Herz einer Station. Mehrere rotierende Laufräder, die in einem Stahlgehäuse auf einer Welle hintereinander angeordnet sind, drehen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5.700 Umdrehungen pro Minute. Dadurch werden die Moleküle des einströmenden Gases nach außen geschleudert und so dichter zusammengepresst. Gasturbinen – wie sie in Flugzeugen eingesetzt werden – treiben die Verdichter an. Durch das Komprimieren des Gases verringert sich dessen Volumen. Das heißt, es kann mehr Energie durch die Leitung transportiert werden. Die Transportkapazität der Pipeline steigt.